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Mittelberg-Grundschule gewinnt Spielezimmer!

 Die Mittelberg-Grundschule hat dank ihres originellen und durchdachten Konzepts für ein Spielezimmer eine komplette Spieleausstattung gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau!

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, ZNL Ulm.

Die Mittelberg-Grundschule hat sich an dem diesjährigen Aufruf der Initiative beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vorstellt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 203 Gewinner in allen 16 Bundesländern.

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein Mehr Zeit für Kinder und dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgeschrieben wurde, von den 16 Kultusministerien.

Um ein Spielezimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2016 Zeit, ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein Mehr Zeit für Kinder zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Fachjury prämiert und die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss. Die kostenlosen Spiele werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie e.V. (DVSI) zur Verfügung gestellt.

Die gewonnenen Spiele wurden an der Mittelberg-Grundschule  im November im Rahmen der Schulversammlung für alle Schüler präsentiert und vorgestellt. Mit strahlenden Augen und Jubelschreien wurden die Spiele, wie z.B. verschiedene Brett- und Kartenspiele, Modelleisenbahnbausätze, eine große Feuerwehr und diverse Playmobilspielwelten  hierbei von der gesamten Schule in Empfang genommen. Die Schüler, aber auch die Lehrer, konnten es kaum erwarten die Spiele endlich auszuprobieren.

Von nun an stehen die Spiele für alle Schüler in der Schulbücherei im Spielebereich bereit und werden bereits voller Begeisterung genutzt.

Außerdem werden immer wieder einzelne Spiele, je nach Bedarf, wochenweise in den einzelnen Klassen eingesetzt. Dort können sich die Klassen intensiv über einen längeren Zeitraum mit einem Spiel beschäftigen.

Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegen­wirken.

Spieletag

Beim Spieletag der Klasse 2b wurden die neuen und bereits vorhandenen
Spiele in der Schulbücherei und im Klassenzimmer ausprobiert und mit
Begeisterung gespielt.